Symptome und Verlauf
Eine HIV-Infektion verläuft in 4 Phasen
Phase 1 - Akute Phase:
Zwei bis sechs Wochen nach einer Infektion können grippeähnliche Symptome wie Fieber, Nachtschweiß, geschwollene Lymphknoten, Übelkeit, Hautausschlag und ähnliches auftreten. Bei manchen Patienten treten diese Symptome auch abgeschwächt oder gar nicht auf.
Phase 2 – Latenzphase:
In den nächsten 9 – 11 Jahren vermehrt sich das Virus im Körper. Das körpereigene Immunsystem kann das Virus jedoch in Schach halten, daher kommt es äußerst selten zu körperlichen Symptomen.
Phase 3 - (A)ids (R)elated (C)omplex
Das Immunsystem schafft es nicht mehr, das HI-Virus ausreichend zu bekämpfen. Es treten die gleichen Beschwerden wie in der Akutphase auf, jedoch mit dem Unterschied, dass die Symptome ohne Behandlung nicht wieder nachlassen.
Phase 4 - Krankheitsphase
Man spricht vom Ausbruch der Krankheit ‚AIDS’, wenn bei einem HIV-infizierten Menschen sogenannte AIDS definierende Erkrankungen festgestellt werden. Oft handelt es sich um harmlose Krankheitserreger, gegen die sich das geschwächte Immunsystem nicht mehr zu Wehr setzen kann. Zu diesen Erkrankungen zählen bestimmte Formen von Lungenentzündung oder der Befall der Speiseröhre mit dem Hefepilz Candida albicans. Es kann auch zu verschiedenen virenbedingten Krebsarten, wie auch Schädigungen am Zentralnervensystem, kommen.

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Therapie: Highly Active Antiretroviral Therapy (HAART)
Die Entwicklung von Medikamenten zur Bekämpfung der Krankheit ist ein bedeutender Schritt in der Geschichte von HIV und AIDS.
Eine Behandlung mit der „Highly Active Antiretroviral Therapy“, kurz HAART genannt, hilft HIV-infizierten Menschen, die Virenlast im Körper zu senken und den Ausbruch der Krankheit AIDS hinauszuzögern. Die HAART wurde 1996 eingeführt und ist die am häufigsten angewandte Kombinationstherapie. Sie besteht aus mehreren antiretroviralen Medikamenten.
Es gibt zurzeit einige neue Medikamente in der klinischen Forschung, die eine HIV-Vermehrung an anderer Stelle als die bisher verfügbaren Präparate angreifen soll.
Darüber hinaus gibt es viele Möglichkeiten, den Zustand des Immunsystems zu stärken. In jedem Stadium kann etwas für die Gesundheit getan werden, unabhängig davon, ob Symptome auftreten. Angefangen bei stärkenden Maßnahmen für das Immunsystem, wie gesunde Ernährung und Sport bis hin zur Vorbeugung und Behandlung von Infektionen.
(Quellen: Deutsche AIDS-Hilfe, BZgA, Schulungsmappe Abbott Virologie)
*Foto: Verband Forschender Arzneimittelhersteller e.V.
VFA-Informationskampagne "Forschung ist die beste Medizin." in deren Rahmen die Veranstaltung "Promis im Labor" mit Michael Stich und Prof. Dr. Helga Rübsamen-Waigmann am 2.9.2004 stattfand.





