Aktuelle Zahlen


Deutschland

Derzeit sind etwa 67.000 Menschen in Deutschland mit HIV infiziert. Bis zum 01.03.2010 wurden dem RKI für das Jahr 2009 insgesamt 2.856 neu diagnostizierte HIV-Infektionen gemeldet. Gegenüber dem Jahr 2008 bedeutet dies keine nennenswerte Veränderung bei der Gesamtzahl der HIV-Neudiagnosen. Seit 2007 hat sich der in den Jahren davor beobachtete Anstieg der HIV-Neudiagnosen deutlich verlangsamt.

Wichtigste Betroffenengruppe sind nach wie vor Männer mit homosexuellem Hintergrund sowie Personen mit Angabe eines heterosexuellen Infektionsrisikos. Bei Männern mit homosexuellem Hintergrund stieg die Zahl im Jahr 2009 gegenüber dem Vorjahr um 3,3 % an. Die Zahl der Personen
mit Angabe eines heterosexuellen Infektionsrisikos nahm ebenfalls um 3,2 % zu. Bei Konsumenten intravenös verabreichter Drogen ging die Zahl neu diagnostizierter HIV-Infektionen um 20 % zurück, bei Migranten aus Hochprävalenzländern um 6,3 %.

Im Jahr 2009 wurden 11 HIV-Infektionen neu diagnostiziert, die durch Mutter-Kind-Übertragungen erfolgt sind. Davon wurden drei Kinder in Deutschland geboren, sechs Kinder waren bereits infiziert nach Deutschland eingereist.
Ein Teil dieser Infektionen wäre durch einen frühzeitigen HIV-Test in der Schwangerschaft vermeidbar gewesen. Durch vorbeugende Maßnahmen und rechtzeitige Therapie kommt es nur in etwa 2% der Fälle zu einer Übertragung von der Mutter auf das Kind.

Weltweit

Nach Angaben von UNAIDS sind weltweit 33,4 Millionen Menschen HIV-infiziert, davon sind, Schätzungen zu Folge, 2,1 Millionen Kinder unter 15 Jahren betroffen.

Im Jahr 2008 war die Zahl HIV-infizierter Menschen mehr als 20% größer als im Jahr 2000. Es starben im Jahr 2008 2 Millionen Menschen an AIDS.

Die meisten der in 2008 entdeckten ca. 430 000 Neuinfektionen von Kindern unter 15 Jahren sind auf die Übertragung vor, während oder nach der Geburt oder auf das Stillen zurück zu führen.