Infektionsverlauf

Die Entwicklung von HIV zu AIDS

HIV-Infektionen verlaufen von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich. Je früher eine Infektion erkannt wird, umso besser können Medikamente den Krankheitsverlauf stoppen. HIV muss deshalb heutzutage nicht mehr zwangsläufig zu AIDS führen.

Infektion mit dem HI-Virus - die akute Phase
Direkt nach der HIV-Infektion zeigen sich keinerlei Symptome. Etwa zwei bis vier Wochen nach der Ansteckung kommt es zu unspezifischen Beschwerden, die meist jenen anderer viraler Infekte ähneln (Fieber, Nachtschweiß, Durchfall, Abgeschlagenheit, Lymphknotenschwellung, Gelenks- und Muskelschmerzen, Kopfschmerzen, manchmal Ausschlag etc.). Was oft fälschlicherweise als Grippe oder Darminfektion gedeutet wird, verschwindet nach ein bis zwei Wochen von alleine.

Unbemerkte Vermehrung des HI-Virus im Körper - die symptomfreie Phase
Zunächst zeigen sich bei den meisten Patienten keine Symptome mehr. Die weitere Entwicklung der HIV-Infektion im Körper bleibt unbemerkt, geht jedoch hochdynamisch weiter. Jeden Tag entstehen Milliarden neuer Viren, die das Immunsystem bekämpft und abtötet. Das Virus kann zwar in Schach gehalten, aber nicht besiegt werden. Diese Zeit ist bei jedem Betroffenen anders und kann einige Monate bis viele Jahre andauern.

Fortschreiten der Erkrankung - die symptomatische Phase
Erfahrungsgemäß vergehen ohne Therapie durchschnittlich zehn Jahre, bis die symptomlose Phase in eine AIDS-Erkrankung übergeht. Währenddessen entstehen durch die chronische Entzündung im Körper schon bleibende Schäden an Immunsystem und einigen inneren Organen. Wenn die körpereigene Abwehr schließlich deutlich geschwächt ist, steigt die generelle Anfälligkeit für Infektionskrankheiten und es treten vermehrt die Anfangsbeschwerden wieder auf. Diese sind noch nicht lebensbedrohlich, gehen aber nicht mehr von alleine weg.

AIDS
Irgendwann ist das geschwächte Immunsystem kaum noch in der Lage, den Körper vor Erregern zu schützen. Schwerwiegende Erkrankungen, die Menschen mit einem gesunden Immunsystem nicht gefährlich werden könnten, breiten sich aufgrund der Immunschwäche immer weiter aus. Diese sogenannten „AIDS definierenden Erkrankungen“, wie beispielsweise Lungenentzündungen, Pilzinfektionen und diverse Krebsformen, sind für die Betroffenen lebensbedrohlich und in ihrer Summe tödlich. In diesem Endstadium der HIV-Infektion spricht man von AIDS.

Therapie

Eine HIV-Infektion ist nach wie vor nicht heilbar. Es gibt mittlerweile aber sehr gute Medikamente, die die Vermehrung der HI-Viren im Körper verhindern und damit die Schädigung der körpereigenen Abwehr stoppen. Infizierte haben gute Chancen, über viele Jahre und Jahrzehnte mit HIV leben und eine schwere Immunschwäche verhindern zu können. Zu einer AIDS-Erkrankung kommt es dann nicht mehr.

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