Michael Stich


Über HIV und AIDS ist in den letzten 20 Jahren viel gesagt und geschrieben worden. Aber eine besonders hilfsbedürftige Gruppe kommt in diesem Zusammenhang selten zu Wort: die Kinder.

HIV-infizierte und an AIDS erkrankte Kinder sowie Kinder mit infizierten Familienangehörigen stoßen in unserer Gesellschaft auf eine Mauer der Ablehnung. Wie viele Kinder genau betroffen sind, liegt im Dunkeln, denn viele Familien halten die Krankheit geheim - aus Angst vor sozialer Ausgrenzung. Obwohl HIV-betroffene Kinder unschuldige Opfer sind und oft großes Leid ertragen müssen, bringt ihnen unsere Gesellschaft kaum Mitgefühl entgegen. Zu groß ist die Angst vor Ansteckung und Unsicherheit im Umgang mit der Krankheit.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass HIV-infizierte oder -betroffene Kinder mit fadenscheinigen Begründungen aus Kindergärten und Schulen verwiesen werden. Man verweigert ihnen die Teilnahme an Musik- oder Ballettunterricht und schließt sie von Geburtstagsfeiern aus. Immer wieder heißt es, HIV-infizierte Kinder seien eine Gefahr für andere.

Ich will helfen, mit diesen unbegründeten Ängsten aufzuräumen, damit HIV-betroffene Kinder und Familien aus ihrer Isolierung herausgeholt werden und ihre Krankheit nicht verschweigen müssen. Ein offener Umgang mit HIV und AIDS bedeutet vor allem: zu wissen, wie man sich mit dem Virus anstecken kann und wie nicht. Wer dies weiß, muss keine Angst mehr haben. Und wer keine Angst hat, wird niemanden mehr ausgrenzen.

HIV und AIDS breiten sich nach wie vor weltweit in einer Geschwindigkeit aus, die nur schwer vorstellbar ist. Wir müssen lernen, dass es nicht nur „die anderen“ sind, die das Thema HIV und AIDS angeht: Die Homosexuellen, die Prostituierten, die Drogenabhängigen, die Randgruppen, oder ... oder!

HIV und AIDS geht uns alle an. Wir müssen zuhause darüber sprechen mit unseren Kindern, unseren Freunden, mit Nachbarn und Kollegen. Jeder von uns kann heutzutage direkt oder indirekt von HIV und AIDS betroffen sein. Jeder kann sich infizieren oder jemanden kennen, der infiziert ist. Und: Jeder von uns kann etwas dazu beitragen, um das Leben HIV-infizierter Menschen, Eltern wie Kindern, etwas einfacher zu machen. Durch Spenden - aber auch durch Aufklärung, durch Offenheit, durch Verständnis und durch Nächstenliebe.

Helfen auch Sie, durch Ihre Spende und Ihr Interesse, HIV-infizierten und -betroffenen Familien und ihren Kindern ein Lachen zu schenken und Jugendliche über die Krankheit und deren Folgen aufzuklären.

Vielen Dank!
Ihr Michael Stich

Der Stifter

Direkthilfe

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